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Handwerk und Kirche
Regionale Handwerkerabende, Hanwerkergottesdienste, Werkstattgespräche und Rüstzeiten bieten Austausch unter Handwerkern und Gewerbetreibenden.
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Ein Themenschwerpunkt der Gespräche beim Betriebsbesuch der ETO, der vom Landesbischof mit besonderer Aufmerksamkeit wahrgenommen wurde, war die Frage eines Generationenwechsels in einer Betriebsgemeinschaft. Begrüßt wurde die Besuchergruppe vom Seniorchef Uwe Hartlich, der nach der Wende den Übergang von einer PGH in eine inhabergeführte GmbH begleitete. 2018 vollzog sich der Übergang in die zweite Generation und seither hält auch Björn Hartlich das Steuerrad in der Geschäftsführung in seinen Händen. „Es hat hier nie eine Scheu gegeben, jungen Menschen große Verantwortung zu übergeben“ erklärte Hartlich junior und verwies darauf, dass alle sieben Abteilungsleitungen bereits mit jüngeren Menschen besetzt sind. Andererseits berichtete er davon, dass es Mitarbeiter gibt, die seit über 40 Jahren dem Betrieb angehören und jung und alt nur dann gut gemeinsam den betrieblichen Zielen dienen, wenn ein wertschätzendes Miteinander gelebt wird.

Landesbischof Bilz nahm diesen Gedanken auf, übertrug ihn auf die innerkirchlichen Verhältnisse und meinte zu den sich teilweise schnell vollziehenden Veränderungen in der Arbeitswelt: „Ein Kulturwandel muss immer gut kommuniziert werden“.

Sowohl Vater Uwe als auch Sohn Björn Hartlich sind bekennende Christen und leben ihren Glauben offen. Tobias Bilz brachte hierfür seinen Respekt zum Ausdruck. Schließlich könne es sein, dass „wenn man sich als Unternehmer als Christ outet, dass man dann unter Umständen mit anderen moralischen Maßstäben gemessen wird“. Das räumte Hartlich ein, berichtete aber, dass er wisse, dass es Mitarbeiter gebe, die für das Unternehmen beten und dies einen Unterschied mache. In einer sehr persönlichen Anmerkung fügte er hinzu: „Es gab Zeiten, in denen ich das Gefühl hatte, dass das Unternehmen getragen wurde“. Nach der Besichtigung von Montagehalle und Bürogebäude erbat der Landesbischof den Segen Gottes und betete für alle Mitarbeitenden.



Der Betriebsbesuch des Landesbischofs zählt zu den traditionellen Kontakten von kirchlichen Verantwortungsträgern zur Arbeitswelt und soll dem Erfahrungsaustausch von Mitarbeitenden in Arbeitswelt und Kirche dienen. Dabei bemühen sich die Organisatoren der Männerarbeit um ein breites betriebliches Spektrum. So stand im letzten Jahr mit einem Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung der Besuch der FRIWEIKA e.G. in Weidendorf/Sa. bei Meerane auf dem Besuchsprogramm.

Text und Fotos: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens
 


 

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