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"Worin findest du deine Identität?“
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Bildbericht vom ostsächsischen Handwerkergottesdienst in Königsbrück am 5. Juli 2020

 

Die habe ich doch oder? Diese Frage beschäftigte garantiert einige Gottesdienstbesucher. Frank Suchy, selbst Unternehmer der Suchy Messtechnik Lichtenau, gab darauf Antwort in der „altbekannten“ biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn. Aber diesmal ging es nicht um den sogenannten verlorenen Sohn, sondern um den anderen. Dieser war der treue Verwalter und Mitarbeiter seines Vaters, der als Letzter von der „Baustelle“ (oder eben vom Feld) kam; der das Gleichgewicht zwischen Firma und Familie irgendwie aufrechterhalten musste, um nicht irgendwann alles zu vernachlässigen. So geht es doch auch Handwerkern - oder? Wir sind nicht die verlorenen Söhne, sondern die, die sich unermüdlich den Alltagsgeschäften zu stellen haben. Eigentlich wie der zweite Sohn. Er war in der Nähe des Vaters, konnte täglich sein Erbe genießen. Es ging ihm gut. Das alles hatte der „verlorene Sohn“ nicht. In seiner Unzufriedenheit konnte der zweite Sohn das viele Gute, das er vom Vater hatte, für sich nicht sehen. Wir dürfen unsere Sichtweise immer wieder ändern, zu Gott unserem liebenden Vater hin. Das hilft, die eigene Identität zu finden.

 

 

Endlich gab es nach der langen „Coronapause“ wieder ein Treffen für Handwerker! Dies wurde auch genutzt, denn die Kirche in Königsbrück war bei dem bedingten Abstand und mit den ansässigen Gemeindegliedern gut gefüllt. Innungsfahnen, Grußworte vom Landrat, dem Vizepräsidenten der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft, ein kräftiger Posaunenchor, ein guter Kantor sowie die mutmachenden Worte des Ortspfarrers trugen zu einem Gottesdienst bei, der Wertschätzung und Dankbarkeit ausstrahlte.

 

 

Ein ortsansässiger Bäcker lieferte den „Coronaimbiss“ in Form von Keksbeuteln. Ein anderer Handwerker setzte sich dafür ein, dass jeder Gottesdienstbesucher eine Plakette zum Nach-denken erhielt. Auch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Dresden und der Kreishandwerkerschaft Bautzen sowie der Kirchgemeinde Königsbrück muss hier erwähnt werden. Jeder brachte sich gut mit „seiner Identität“ ein und konnte selbst gestärkt und ermutigt in den Alltag zurückkehren. Es war zu spüren, was in den Grußworten mehrfach erbeten wurde: Gott segne das ehrbare Handwerk! Gott und allen Mitwirkenden sei ganz herzlichst gedankt.

 

Trext: Peter Pantke

Fotos: Julia Stegmann-Schaaf / Handwerkskammer Dresden