Gerechtigkeit beim Spiel wollen viele, noch mehr aber den eigenen Vorteil. Darum sind die Schiedsrichter mit ihren Pfeifen nicht selten die Pfeifen, die blinden Hühner unter Millionen von Experten. Doch ist er wichtig, der Unparteiische, der Mann neben, besser über dem Feld, damit das Spiel auch ein Spiel bleibt.
Nicht anders ist das beim Spiel des Lebens. Ein Spiel, was nicht nach Punkten gezählt, sondern in Jahren gemessen wird – dein und mein Leben.
Alle Beteiligten wollen dabei gern mal groß rauskommen, zumindest auf der Gewinnerseite stehen. Das ist gut , solange es fair zugeht. Um aber als Sieger hervorzugehen, werden die Spielregeln nicht selten beiseite gelassen, es wird getrickst, beleidigt und gestritten. („Der war drin!“) Das ist nicht in Sinne des Erfinders.
Darum ist im richtigen Leben ein Unparteiischer ebenso unentbehrlich wie bei allen Sportspielen. Wenn ich sage, den gibt es – nämlich Gott - dann haben wohl die meisten Menschen große Schwierigkeiten damit.
Wir fordern zwar gern und oft „unser gutes Recht“, aber von einer höheren Autorität beurteilt werden oder sich was sagen lassen zu müssen, das wollen wir Menschen meist ganz und gar nicht. Da bevorzugen wir es, uns Gott als eine freundliche und nachsichtige Instanz vorzustellen, die uns wegen einiger kleiner Fouls, die wir im Leben begangen haben, schon nicht gleich mit Platzverweis bestraft. Letzteres ist richtig!
Dennoch - wer am Spiel des Lebens teilnimmt, weiß, dass es Regeln und Entscheidungen gibt, die bei Überschreitungen nicht ohne Konsequenz bleiben können.
Manche meinen, die Bibel sei furchtbar kompliziert. Dabei gibt es Aussagen, die versteht jeder Mensch, obwohl diese Sätze teilweise über 3000 Jahre alt sind. Schiedsgerichte und damit Schiedsrichter gibt es seit Urzeiten fürs ganz normale Leben. Sie kommen bei zwischen-menschlichen Konflikten zum Einsatz, im „laufenden Alltagsgeschehen“. Das Ziel eines Schiedsrichters ist nicht die Strafe für ein begangenes Vergehen, sondern ein gerechtes und einvernehmliches Miteinander der Personen oder Parteien.
Da kommt mir gleich am Anfang der Bibel – wo ein Familienkonflikt beschrieben wird – so ein genialer Satz unter:
Als alle wohlgemeinten menschlichen Anstrengungen gescheitert sind, ruft die Frau Gott zu Hilfe und spricht: „Gott, der Herr sei ein Schiedsrichter zwischen mir und dir.“ (wie so oft geht es um den Ehemann – 1. Mose 16,5). Das ist sehr vernünftig, denn wer um Himmels Willen kennt die Spielregeln des Lebens besser als der Erfinder selbst? Und wer in einer Familie ist schon in einem Konflikt unparteiisch? Dabei heißt unparteiisch: Das Beste für jeden der Betroffenen im Blick zu haben!
Das kann Gott, und das will Gott, dass Dein und mein Leben im (Spiel)Fluss bleibt. Die Rote Karte, den Platzverweis trägt Gott dabei höchstpersönlich durch Jesus Christus, in seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das heißt für Dich und mich: Belässt er es derzeit lediglich bei „Ermahnung“ und „Punktverlust“ – dann ist es alles in allem zu unserm „Vorteil“!
Keiner will ein Spiel mit ständigen Unterbrechungen. Aber wenn Du am Netz statt des Balls den Gegner attackierst, dann mahnt Dich der Schiri berechtigterweise zur Fairness. Ebenso mahnt Dich Gott im Alltag, indem er Dich in seinem Wort auf die Spielregeln der 10 Gebote hinweist. Das ist nötig, damit Du zurück ins Spiel des Lebens findest, und auch alle anderen Mitspieler weiterhin Freude an diesem Spiel haben können.
Zehn Hinweise auf einmal sind uns meist zuviel. Die gehen als „Standpauke“ zu einem Ohr rein und zum anderen wieder `raus. Ein Hinweis jedoch ist hoffentlich machbar für Dich: Die Jahreslosung, ein biblischer Leitvers für das gesamte Jahr 2011, ist ein Fairplay- Aufruf Gottes an Dich:

Gut bist Du dran, wenn Du im Schiri Deinen Verbündeten siehst und nicht den Gegner. Dann wirst Du nämlich wesentlich mehr Freude am Spiel haben, denn Fair Play nützt und schützt jeden.
Das gilt für Volleyball, und fürs Leben.

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