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Männer-Rüstzeit 28. – 31. Oktober 2010 |
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„Mach mal nichts!“, diese Aufforderung
hört Mann im Alltag nicht. Gerade deshalb machte wohl dieses Motto
neugierig auf die Männer-Rüstzeit im Benediktiner-Kloster
Wechselburg am letzten Oktoberwochenende. Beim Eröffnungsabend wurde schnell deutlich, dass der Untertitel die eigentliche Zugnummer für die Teilnehmer war: „Stille entdecken“. Mehreren Männern ging es ebenso wie mir – sie kamen förmlich außer Atem, aus der Ruhelosigkeit, der Hektik ihrer Arbeit und Umwelt an. Sich auf Stille und die Begegnung mit Gott einzulassen, damit hatten einige durchaus schon Erfahrung, für die Mehrheit war diese Ausrichtung aber neu. Es
selbst auszuprobieren, darin bestand die Herausforderung. Bei einer gemeinsamen Wanderung
zum "Rochlitzer
Berg" im schönsten Herbstwetter gab es eine erste
Einübung in „Stille“.Nach der Bibelarbeit zum Thema war der folgende Nachmittag ganz der Praxis gewidmet. Jeder Mann unsrer Gruppe suchte sich in der Natur oder der Kloster-Basilika einen einsamen Ort. Der Stille und dem Gebet haben wir uns den drei Stufen gewidmet: "Jesus hier bin ich" - zu Jesus kommen wie man ist und stille werden. "Jesus mir liegt auf dem Herzen..., ich möchte dich fragen...“ Und im dritten Teil: "Jesus, was willst Du mir sagen?" Im Erfahrungsaustausch über die erlebte Stille berichteten die Männer, wie gut diese Zeit für sie war. Mann macht die Erfahrung: Jesus antwortet und schenkt Klarheit. Der Film „Die große Stille“ über das Leben in einem Kartäuser Kloster in den Alpen löste eine Diskussion aus, ob wir das so heute möchten oder könnten? Denn die Mönche leben im Kloster die Stille - angefüllt mit Beten, Bibelstudien, Arbeiten, alles immer wieder unterbrochen durch Stundengebete. Für die Mönche war der Sonntagnachmittag die einzige Zeit zur freien Kommunikation! Die gemeinsame Arbeit unsrer Gruppe in der Küche hat uns in eine gute Gemeinschaft hineingeführt. Da waren Männer, für die „Küche“ eine geheim(nisvoll)e Werkstatt ist, wie auch solche, die darin ganz zuhause waren wie ein Profi. Im Ergebnis dieses gemeinsamen Schaffens gab es jeweils leckere Mahlzeiten. Mit der Sonntagsbegrüßungsfeier am
Samstagabend haben wir den Sonntag begonnen. Eine solche Feier macht den
Unterschied zwischen Werktag und Sonntag noch einmal ganz neu erlebbar.
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