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Kanu-Camp 20.-22.8.2010 |
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„Ich habe mich gefragt, ob ich das
Camp jemals finde“, sagte ein Vater zur Begrüßung. Dabei ist der
Zeltplatz mit Feuerstelle und stabilem Holzpavillon nur 300 m von der
Straße entfernt. Zugegeben, man kann nicht mit dem Auto ganz heran
fahren. Gepäck und Ausrüstung werden mit der Schubkarre transportiert.
Die ersten bunten Zelte stehen auf dem frisch angesäten Rasen, direkt am
Wasser. Während einige noch „Heringe“ (Zeltnägel) einschlagen,
fragen andere: „Kann ich schon was machen?“ Klar - Wasser in Eimern
holen, um unsere Tonne zu füllen. (Für andere Bedürfnisse
steht in Sichtweite die Turnhalle mit Sanitäranlagen.) Und das Feuer muss knacken. Bald
duftet es lecker nach Steaks und Würsten - Abendbrotzeit!Auf dem Bolzplatz können sich die Väter und Söhne „körperlich kennenlernen“, denn es geht richtig zur Sache: Uni-Hockey. Während es langsam dunkel wird, sind Quiz- und Vorstellungsrunde am Feuer angesagt. Danach klingt der Tag aus, die Jungs verschwinden in den Zelten, die Väter genießen noch ein Bierchen am Feuer. „Vor dem Aufstehen“ werden schon die Busse für
den Rücktransport der „Meute“ samt Booten in Stellung wir
heben die Kanus direkt über die Wehrkrone. Noch knapp einen
Kilometer, dann ist Grillzeit. Nach dieser Stärkung die letzte Hürde,
das Tragnitzer Wehr. Dann geht es in flotter Fahrt bis Podelwitz, wo wir
unsere Tour beenden. Während die einen den Bootshänger beladen, gehen
die anderen in der Mulde
baden, doch Vorsicht – nur am Rand! Denn im „schnellsten“ Fluss
Europas ist die Strömung in der Mitte auch im Sommer sehr stark.Der Abend ist warm, das Feuer füttern die Jungen, sie legen kräftig nach. Jungen und „Alte“ sitzen gemeinsam gemütlich zur Bibelarbeit zusammen. Während die Glut später langsam verlöscht, schlüpfen alle in den Schlafsack.
Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre, denn die
Namensgeberin lacht schon früh morgens um Sechs. Nach dem Frühstück
feiern wir gemeinsam in der Ziegraer Kirche Gottesdienst. Während die Teilnehmer ihre Zelte abbauen, kocht der Kesselgulasch. Das rustikale Mittagessen im warmen Sonnenschein rundet das erlebnisreiche Wochenende ab. Übrigens gab es in diesem wetterwendischen Jahr von
der Anreise bis zum Wegräumen Sonne pur – durchaus nicht
selbstverständlich!
Hartmut Günther |
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