„Tage
der Guten Nachricht" für Menschen mit Behinderung in Leipzig* mit
Hartmut Günther
Gute Nachrichten tun gut! Das gilt für
Menschen mit und ohne Behinderung. So starteten die „Tage der Guten
Nachricht“ am 23. Juni 2010. Voller Spannung wartete das
Vorbereitungsteam auf die ersten Besucher. Die Raumdekoration war
angebracht, der letzte Stecker der Musik- und Lautsprecheranlage in die
jeweils richtige Buchse gesteckt und die Stuhlreihen gerade gerückt. Ganz
allmählich füllte sich der Saal** mit neugierigen Besuchern. Dazu
gesellten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Neugierige aus der
Nachbarschaft und Gäste aus der Erlöserkirchgemeinde.
Das große Motto dieser Tage lautete: „Das trau ich mir“.
Hartmut Günther erzählte, was wir uns trauen können. Er ist
Reisesekretär der evangelischen Männerarbeit in Sachsen. Zu seiner
Begleitung gehörten „Susi & Willi“. Jeden
Tag eröffneten die zwei Handpuppen das Thema mit einem kleinen Anspiel.
Hartmut Günter gelang es sehr gut, die gespielten Alltagsszenen mit
der „Guten Nachricht“, einem biblischen Thema, zu verbinden. Dabei
setzte er jeden Tag einen anderen Akzent.
Zum Auftakt ging es um das Bild, das wir selbst von uns haben.
Offensichtlich ist es mitunter eine Herausforderung, sich damit
anzufreunden. So hieß das Motto: „Das trau ich mir – mich anzunehmen.“
Weiter ging es am nächsten Nachmittag mit: „Das trau ich mir – zu
glauben“. Da war viel Mut gefragt von einigen freiwilligen Teilnehmern
bei einem kleinen Experiment. Glauben, Vertrauen also, ist eben nichts
für Angsthasen! Beim dritten Thema: „Das trau ich mir – mich zu
ändern“ wurde es turbulent. „Susi & Willi“ hatten „Fußball-WM-Fieber“
und deshalb starke Meinungsverschiedenheiten. Zum Abschluss der
Veranstaltungsreihe hieß es: „Das trau ich mir – zu lieben“. Bei
diesem Thema zu Partnerschaft / Freundschaft waren alle begeistert bei der
Sache. Zugleich war es eine Herausforderung zu überlegen und zu erfahren,
was die Bibel dazu sagt, und wie wir selbst leben.
Ehrenamtliche Mitarbeiter aus
dem Berufsbildungs- und dem Diakonischen Werk übersetzten das Programm in
Gebärdensprache, so dass auch hörbehinderte Besucher alles gut verstehen
konnten.
Für die musikalische Ausgestaltung zwischen Einleitung, Anspiel, kurzer
Predigt und Ausklang sorgten die „Singing Rollis“ unter der Leitung
von Herrn Leipold. Ihre
Mitwirkung war eine echte Bereicherung für die Veranstaltungen. Die
Spieler und Sänger motivierten die Besucher erfolgreich zum Mitsingen.
Wer wollte, trug nicht nur mit seiner Stimme zur Klangfülle bei. Hartmut
Günther verteilte fröhlich kleine Musikinstrumente wie Schütteleier,
Klanghölzer, Schellenkranz, womit der Rhythmus kräftig verstärkt wurde.
Die Tage der Guten Nachricht waren eine Einladung, sich näher mit den
christlichen Werten zu befassen, Jesus kennenzulernen und Vertrauen zu
Gott zu fassen. Gerade für Menschen, die mit ihren kleinen oder großen
Besonderheiten kämpfen, für Menschen mit Selbstzweifeln und
Mutlosigkeit, für Menschen mit Sehnsüchten und festgefahrenen
Vorurteilen will Jesus ein freundliches Gegenüber, Freund und
Lebensbegleiter sein. Dazu gibt es den Treff der Guten Nachricht.
Zum Schluss ein Satz von Mike Yaconelli: „Jesus hat mir nicht gesagt,
was ich tun soll; er hat mir gesagt, wie sehr er mich liebt.“
* „Diakonie am Thonberg“
** Kultursaal des städtische Altersheims „Martin-Andersen Nexö“
Text: Elke Winkler
Redaktion: Thomas Lieberwirth
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