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Vater & Sohn-Floßtour
auf dem Klarälv in Mittelschweden |
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Sich
einfach mal treiben lassen – für manche wünschenswertes Ideal eines
Urlaubs, für andere Lebensmotto? 25 Väter und Söhne aus Sachsen und
Thüringen /
Die Crew aus sechs bis sieben Jungen und Männern hat auf dem Wasser (und an Land ebenso) allerhand zu tun. Nicht nur der Flusslauf ist zu beobachten, das Floß ist in der Strömung, jedoch möglichst abseits des Ufers und überhängender Bäume zu halten. Und wer an Land will, muss weitsichtig dafür geeignete Plätze erspähen und rechtzeitig der Strömung entkommen. Mit Ruder (in diesem Fall Paddel) und abgestimmtem Einsatz gut verteilter Männerkräfte gelingt das meist. Wer aber den richtigen Zeitpunkt verpasst, treibt unweigerlich am angepeilten Ziel vorbei! Gut, wenn andere schon am richtigen Platz angekommen sind, das Ende eines schon festgezurrten Seils herüberreichen und so ein kräftezehrendes, aber erfolgreiches Anlegemanöver ermöglichen. Entsprechender Muskeleinsatz ist auch gefragt, wenn das auf einer Sandbank festsitzende Flussfahrzeug wieder flott gemacht werden muss. Leider sind Untiefen schlecht vorherzusehen. Auf dem Floß ist die
Besatzung dem Wetter ausgeliefert – der Sonne und dem Wind genauso wie Dennoch – während ruhiger Abschnitte auf den schwimmenden Stämmen gibt es unvergessliche Eindrücke der nordischen Natur, so die still dahin gleitenden Flöße im Morgennebel. Ausgerechnet zur Ankunft am Zielpunkt setzte (wieder) intensiver Regen ein. Trotzdem mussten das Gepäck von Bord in trockene Sicherheit gebracht und die Flöße zerlegt werden (intelligente Knoten!). Mancher musste dazu ins (tiefe) Wasser. Der kaum mehr zu erwartende abendliche Sonnenschein entschädigte für diese letzte feuchte Aktion. Zwei Tage mit Auto und Fähre – sowohl bei An- auch Abreise - führten am Ende zur Abschiedsandacht in die Autobahnkirche Brehna. Von dort ist es für alle nicht mehr weit bis nach Hause, das aktuelle Ziel jedes Teilnehmers. Menschen haben immer Punkte vor Augen, die sie ansteuern (müssen). „Der Weg ist das Ziel“, ist eher ein Verlegenheitsausspruch. Nur wenn ich (m)ein Ziel kenne, finde ich den Weg. Wir freuen uns, wenn wir heimkommen (können). Wir kennen uns dort aus, wir werden (hoffentlich!) erwartet, es ist dort behaglich, wir haben alles, was wir zum Leben brauchen. Das gilt auch für das Ende der Lebenstour. Wo liegt dieses Zuhause? Wer sich nur treiben lässt, wird nicht dort ankommen. Text und Fotos: Thomas Lieberwirth |
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