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03. - 08. Oktober 2010 in Seifhennerdsdorf | ||
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„Freunde kann man sich aussuchen, Familie
nicht.“ Ein flotter Spruch, der eher auf die Schwierigkeiten dieser
Schicksalsgemeinschaft zielt. Neun Familien allerdings fanden das Thema
sehr verheißungsvoll. Sie trafen sich für fünf Tage in der >>Windmühle
Seifhennersdorf<<, einem Spitzen-Quartier in Bezug
auf Unterkunft und Verpflegung. Unter der Leitung von Ehepaar Schriever betrachteten wir an vier Vormittagen die Geschichte von Josef, dessen Brüdern und seines Vaters Jakob. Diese wohl spannendste Familiengeschichte als Beziehungsdrama zu begreifen und auf unser eigenes Leben zu beziehen war schon eine neue Sichtweise. Die Kinder hörten in ihrer jeweiligen Altersgruppe davon. Dabei kamen Spaß und Spiel nie zu kurz. Karsten und Marlies wechselten Tag für Tag die Gruppen, so dass durch die Abwechslung eine besondere Würze entstand. Gleich vorweg: Diese Rüstzeitwoche ging viel zu schnell vorbei. Schon der Kennenlernabend war kurzweilig. Jede Familie bastelte aus trockenen Zweigen, Steckmasse und Fotos der Familienmitglieder einen Familien-Stammbaum. Dieser begleitete uns in dieser Woche als „Tischkärtchen“. Der berühmte
Räuberhauptmann Karasek begegnete uns auf mancher Wanderung. Besonders
spannend – sogar stellenweise gruslig - wurde es bei einer
Nachtwanderung zur „Karasek-Höhle“, wo wir nach einer „wahren“
Geschichte sogar einen „Gold“schatz fanden, der in wenigen Minuten von
unseren Kindern vernascht wurde.Um die schöne Innenstadt von Löbau kennenzulernen, bekam jede Familie eine Mappe mit 14 Fotos in die Hand gedrückt, auf denen kleinere Details der Stadt zu sehen waren. Wenn wir dann die dazu passenden Fragen beantworten konnten, fanden wir ein Lösungswort. Sogar die Bibel brauchten wir dafür! Durch die„Stadt-Rallye“ erschien Löbau viel größer, weil so manche Straße mehrmals gegangen wurde. Am Ende fanden sich alle Familien am Eis-Café ein, wo wir die frostige Belohnung für die Mühen schleckten. Die ganze Woche wurde von herrlichstem Herbstwetter mit Sonnenschein und Wind begleitet. Was bietet sich da an? Drachensteigen! Dafür bastelten wir an einem Abend die passenden Fluggeräte. Es war eine Freude, als sie sich am nächsten Tag erhoben. Alle Kinder blieben aber am Boden… Inzwischen näherte sich die Woche schon wieder dem Ende und Josefs Geschichte dem Höhepunkt. Nach allen Abenteuern und zwischenmenschlichen Tragödien segnete Jakob seine Söhne und die Enkel Ephraim und Manasse, die Söhne Josefs. Wir vollzogen diesen geistlich wertvollen Moment und erlebten ihn mit. So sprachen wir über die Bedeutung des Segens, segneten anschließend unsere Kinder. Zum Abschied hörten wir die Worte:
Gott sei über dir,
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