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14. - 16. Nov. 2010 im rustikalen Rittergut in Limbach bei Wilsdruff |
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Viele kennen den Spruch vom ‚Kleinen Prinzen“:
„Man sieht nur mit dem Herzen gut!“ Diesmal hieß es aber: „Man(n) HÖRT nur mit dem Herzen gut!“ Ein Kopf mit vier Ohren, nein, nicht für das „Dolby-Surround-System, sondern für die „Selbstoffenbarung“, „Beziehung“, „Sache“ und den „Appell“ einer Botschaft symbolisiert das (nach Schulz von Thun). Es ist gar nicht so einfach, wo wir doch nur zwei Ohren haben (und manchmal kaum Verstand und wenig Herz). Ein kleines Beispiel zeigt es: Was
Frau sagt, muss Mann noch lange nicht hören!
Sie freuen sich auf die gemeinsame Fahrt auf der Hochalpenstraße. Das
Wetter ist sonnig und die Sicht ist gut. Er sitzt hinter dem Lenkrad und
freut sich auf die kurvenreiche Strecke, der Weg ist Ziel. Sie sitzt neben
ihm: „Die Berge sind einfach herrlich, die weißen Gipfel und die grünen
Wälder.“ Beide sind froh und genießen diese Aussicht. Es kommt ein
Hinweisschild: „500 m Rasthaus Alpenpanorama mit Terrasse“ Da
fragt sie ihn: „Möchtest du einen Kaffee trinken?“ Er antwortet ihr:
„Ich? – Nein, jetzt nicht!“ Und damit sind sie schon am Rasthaus
vorbei und hinauf geht es durch die wunderbaren Kurven und Kehren. Nach
kurzer Zeit merkt er, seine Frau verhält sich auf einmal etwas merkwürdig.
„Ist was mit dir,“ fragt er sie. „Mit mir ist nichts!“, bekommt er
kurz zu hören. Sie fahren weiter, Kurve für Kurve. „Mit dir ist doch
etwas, du sagst gar nichts mehr.“ Und inzwischen weiß er auch, wenn seine
Frau „Nichts!“ sagt, dann ist in den meisten Fällen etwas. Und er fragt
noch einmal: „Du hast doch was?“ Nach einer Weile kommt es aus ihr
heraus: „Vorhin bei dem Rasthaus, da war es so schön, da hätten wir
ruhig mal halten und beide auf der Terrasse eine Kaffee trinken können.“Poing – das hatte wieder gesessen! SIE hatte ihn doch gefragt, ob ER einen Kaffee trinken wollte, weiter nichts. Und er hatte ihr ganz sachlich geantwortet. „Nein, jetzt nicht!“ Was Frau sagt, muss Mann noch lange nicht hören! „Verstehen und verstanden werden“ - eine hohe Kunst, die aber erlernbar ist: Gut zuhören und sich gut zu artikulieren. Und das wollten 10 Paare vom 14. - 16. Nov. 2010 im rustikalen Rittergut in Limbach bei Wilsdruff. ![]() Immer wieder staunen und freuen wir uns: Da kommen junge Paare und erfahrene Ehe-Hasen gestresst aus dem beruflichen Alltag, manchmal mit der schleichenden Wahrnehmung einer festgefahrenen Beziehung. Nach zwei Tagen kehren sie wieder zurück in ihren Familienalltag mit der Erfahrung, dass sich mancher Beziehungsknoten doch wieder lösen lässt. Bisweilen gibt es auch Tränen aus Verbitterung und Trauer, weil sich das Mit- zum Gegeneinander verändert hat. Und dann erleben sie wie ein Wunder , dass sich beide wieder in die Arme nehmen können. Die Pflanze der Partnerschaft beginnt wieder zu grünen. Ein Geschenk Gottes! Die Themen: „Die Kunst der Kommunikation“ und „Konfliktbewältigung“ gaben den Paaren neue Impulse für ihre Partnerschaft. Das Candlelight-Dinner und der Gottesdienst „Versöhnte Verschiedenheit“ sind Höhepunkte und stärkende Quellen der Beziehung. Ein besonderer Dank gilt dem
erfahrenen Mitarbeiter-Ehepaar Ingrid und Frieder Schirrmeister aus
Ludwigslust. Ihre eindrucksvollen Vergleiche helfen, dass unsere
Partnerschaft wieder an Qualität gewinnt. Nach dem Gottesdienst miteinander
versöhnt sowie mit Zuversicht und Mut ausgestattet zu neuen Schritten ging
es an den Start in den Ehe-Alltag.
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