Männerarbeit der Ev.-Luth.
Landeskirche Sachsens
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Väter und Töchter – Töchter-Väter

 >>Die Tochter ist eine Tochter ist eine Tochter. Die fließende Formel ist wie das Gebet eines Vaters über die Tochter, wenn er sie zum ersten Mal in seinen Armen hält. Der Zauber, mit dem das Baby den Mann in einen Vater verwandelt und ihm die Kraft zu väterlicher Liebe eingibt, ist bei Mädchen wie Jungen der gleiche. Aber die Gefühlseinstellungen, die er auslöst, unterscheiden sich...

(Während) beim Sohn „Stolz“ dominiert ... ist es bei der Tochter am ehesten „Erstaunen“...

Verwundert blickt der Vater das Baby in seinen Armen an, anders als den Sohn hält er es etwas starrer an sich, eine Tochter, unbegreifbar, fremd, zerbrechlich. Dieses Erstaunen wird ihn in seinem Leben noch oft einholen, wird ihn vielleicht immer begleiten, wenn die Tochter heranwächst und hinter ihren Schleiern, ihren Geheimnissen, ihrer Andersartigkeit das Gegenbild langsam sichtbar wird, das sie ihm entgegenhält.

Die Tochter eine Rose, Symbol für weibliche Schönheit, Anmut und Liebe, für Zuneigung, Jungfräulichkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Der Vater, der seine Tochter zum ersten Mal betrachtet, weiß das alles nicht, er fühlt nur den Strom, das Unbenennbare durch sich hindurch ziehen, eine Mischung aus Zärtlichkeit und Angst, aus Anziehen und Befremden, aus Zuversicht und Sorge. Eine Rose ist eine Tochter ist eine Rose. Er trägt etwas bei sich, das er heilig nennen würde, wenn das Wort nicht zu schwer wäre. Er weiß nur, er wird es beschützen ...<<

(Horst Petri in seinem Buch „Guter Vater – Böser Vater“, Seite 116-117, Bern, München, Wien 1997;
in Anspielung auf A. Saint-Exupérys Erzählung „Der kleine Prinz“)

 

Und so beschreiben das etwas andere Wochenende über diese besondere Beziehung jeweils ein Vater und eine Tochter aus ihrer Perspektive.

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