im Naturcamp an der Körnermühle im Tal der Wilden Weißeritz 
vom 14. bis 16. August 2009


 


„Heute beginnt auf dem Gelände der Körnermühle im Schmiedeberger Ortsteil Ammelsdorf ein Erlebniscamp für Väter und Söhne …“ So war es am Freitag, dem 14.8.09 in der SZ, Ausgabe Dippoldiswalde, zu lesen. Dies kam einem Vater gleich zu Gute, denn nachdem er bei der Anreise nicht mehr weiter wusste, konnte ein informierter Zeitungsleser schnell weiterhelfen.
Das Thema „Wahre Helden“ forderte die 15 Väter mit ihren Söhnen zum Gespräch heraus. Wie oft rufen Väter: „Na Du bist mir vielleicht ein Held!“ Aber gibt es überhaupt „wahre“ Helden? Wer ist ein Held, und ab wann? Wie müssen Heldentaten aussehen? Fragen, auf die die großen und kleinen Männer besonders im Bibelgespräch am Vormittag, beim gemeinsam ausgestalteten Gottesdienst im Wald und abends am Feuer bis spät in die Nacht Antworten suchten. Schließlich ist im „Buch der Bücher“ viel über Helden zu lesen. Zum Beispiel über Gideon, der von sich sagt: „Wer bin ich denn? Ausgerechnet ich, einer der Geringsten aus meiner Sippe!“ Den fordert Gott heraus! (nachzulesen im Buch Richter, Kapitel 6 und folgende)
Wer heutzutage an Helden denkt, dem fallen die „Superstars“ ein. Dabei sind nicht selten „kleine Leute“ die wahren Helden. Sie leisten oftmals selbstverständlich Hilfe, wo es gerade nötig ist. Barmherzigkeit, Sanftmut, Liebe und Zivilcourage erfüllen sie. Viele der in der Wendezeit vor 20 Jahren engagierten Menschen gehören dazu.
Der „Barmherzige Samariter“ (Lk 10, 25-37) ist so einer, der selbstverständlich zupackt. Jesus erzählt das Beispiel, was im selbst gestalteten Gottesdienst im Mittelpunkt stand. Fast wie in der biblischen Geschichte lagen da wirklich ein paar Jungs und Väter „ausgeraubt und geschlagen“ auf dem Waldboden. Im ersten Moment ein Schock für die ankommenden Gottesdienstbesucher: Was ist zuerst zu tun? Wo und wie müssen wir Hilfe leisten? Glücklicherweise waren die „Ausgeraubten und Verletzten“ och einmal mit einem ‚blauen Auge’ davon gekommen.

Zu gemeinsamen „Heldentaten“ bei Sport und Spiel spornte das super Wetter die Väter und Söhne an. Dazu gehörte besonders das Bad im kalten Gebirgsbach.

Zwei richtige Helden waren am Samstag zu Gast. Sie würden sich wahrscheinlich nie selbst so nennen. Die beiden Großväter (1934 und 1940 geboren), erzählten aus ihrem Leben:
Als Kleinstkind mit der Familie auf der Flucht, das brennende Inferno in Dresden miterlebt, die Familie verloren, die Hungerjahre danach, wieder neu angefangen, trotz allem eine Familie gegründet und den christlichen Glauben durch 40 Jahre DDR-Diktatur hindurch bekannt. Zwei von vielen, denen es ähnlich erging, aber sie taten, was sie konnten und was ihnen möglich war.
Man(n) wird ja nicht als Held geboren, sondern allenfalls von anderen zum Helden ernannt .
Einer, der selbst als „Gott-Held und Friede-Fürst“ bezeichnet wurde (Jesaja 9,5 nach Luther), deutet darauf hin, wer die wirklich wahren Helden sind: wer erfüllt ist von seiner Liebe und handelt wie er.

 

 


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