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„Heute
beginnt auf dem Gelände der Körnermühle im Schmiedeberger Ortsteil
Ammelsdorf ein Erlebniscamp für Väter und Söhne …“ So
war es am Freitag, dem 14.8.09 in der SZ, Ausgabe Dippoldiswalde, zu
lesen. Dies kam einem Vater gleich zu Gute, denn nachdem er bei der
Anreise nicht mehr weiter wusste, konnte ein informierter Zeitungsleser
schnell weiterhelfen.
Das Thema „Wahre Helden“ forderte die 15 Väter mit ihren Söhnen zum
Gespräch heraus. Wie oft rufen Väter: „Na Du bist mir vielleicht ein
Held!“ Aber gibt es überhaupt „wahre“ Helden? Wer ist ein Held, und
ab wann? Wie müssen Heldentaten aussehen? Fragen, auf die die großen und
kleinen Männer besonders im Bibelgespräch am Vormittag, beim gemeinsam
ausgestalteten Gottesdienst im Wald und abends am Feuer bis spät in die
Nacht Antworten suchten. Schließlich ist im „Buch der Bücher“ viel
über Helden zu lesen. Zum Beispiel über Gideon, der von sich sagt: „Wer
bin ich denn? Ausgerechnet ich, einer der Geringsten aus meiner Sippe!“
Den fordert Gott heraus! (nachzulesen im Buch
Richter, Kapitel 6 und folgende)
Wer heutzutage an Helden denkt, dem fallen die „Superstars“ ein. Dabei
sind nicht selten „kleine Leute“ die wahren Helden. Sie leisten
oftmals selbstverständlich Hilfe, wo es gerade nötig ist.
Barmherzigkeit, Sanftmut, Liebe und Zivilcourage erfüllen sie. Viele der
in der Wendezeit vor 20 Jahren engagierten Menschen gehören dazu.
Der „Barmherzige Samariter“ (Lk
10, 25-37) ist so einer, der selbstverständlich zupackt. Jesus
erzählt das Beispiel, was im selbst gestalteten Gottesdienst im
Mittelpunkt stand. Fast wie in der biblischen Geschichte lagen da wirklich
ein paar Jungs und Väter „ausgeraubt und geschlagen“ auf dem
Waldboden. Im ersten Moment ein Schock für die ankommenden
Gottesdienstbesucher: Was ist zuerst zu tun? Wo und wie müssen wir Hilfe
leisten? Glücklicherweise waren die „Ausgeraubten und Verletzten“ och
einmal mit einem ‚blauen Auge’ davon gekommen.
Zu gemeinsamen „Heldentaten“
bei Sport und Spiel spornte das super Wetter die Väter und Söhne an.
Dazu gehörte besonders das Bad im kalten Gebirgsbach.
Zwei richtige Helden waren
am Samstag zu Gast. Sie würden sich wahrscheinlich nie selbst so nennen.
Die beiden Großväter (1934 und 1940 geboren), erzählten aus ihrem
Leben:
Als Kleinstkind mit der Familie auf der Flucht, das brennende Inferno in
Dresden miterlebt, die Familie verloren, die Hungerjahre danach, wieder
neu angefangen, trotz allem eine Familie gegründet und den christlichen
Glauben durch 40 Jahre DDR-Diktatur hindurch bekannt. Zwei von vielen,
denen es ähnlich erging, aber sie taten, was sie konnten und was ihnen
möglich war.
Man(n) wird ja nicht als Held geboren, sondern allenfalls von anderen zum
Helden ernannt .
Einer, der selbst als „Gott-Held und Friede-Fürst“ bezeichnet wurde (Jesaja
9,5 nach Luther), deutet darauf hin, wer die wirklich
wahren Helden sind: wer erfüllt ist von seiner Liebe und handelt wie er.
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