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„Vor den Spielen schließe ich mich immer für einen Moment ein, um in Ruhe beten zu können. .. (ich) bete zu Gott, dass er mich bewahren möge, und... ich weiß, dass ER alles richtig macht, egal wie es ausgeht.“ Gerald Asamoah alias Blondie
über das DFB-Pokalfinale 2001 im Berliner Olympia-Stadion Klar , jeder Fußballer
will siegen. Das ist bei 30 Jungen und Vätern nicht anders als bei
Profis. Aber gerade darin erweist sich Sportsgeist, dass der Gewinn eines
Spiels nicht mit allen Mitteln erzwungen wird – auch nicht mit Gottes
Hilfe. Aber das ein Mann wie Gerald Asamoah das Ergebnis eines Spiels
buchstäblich aus Gottes Hand nimmt, zeichnet seine sportliche und
menschliche Größe aus. Er bleibt am Ball – eben nicht nur auf dem „heiligen
Rasen“, sondern im ganzen Spiel des Lebens. Diesen Pass kann Mann nur
aufnehmen und den Ball weiter in Bewegung halten. Dazu muss jeder kleine
und große Kicker auch etwas Ball-Technik erlernen, üben, sein Können
vervollkommnen. Insofern war das Fußball-Camp ein Trainingslager für die
schönste Nebensache der Welt genauso wie für das Leben selbst. Da wurde
gedribbelt und gepasst, kombiniert und abgezogen, da wurde verteidigt und
es „klingelte im Kasten“ – auf dem Spielfeld. Die Vater-Sohn-Teams gaben
zu Beginn des sportlichen Wochenendes einen interessanten Einblick in ihre
Familienmannschaften – wer besetzt welche Position (vom Vereinschef bis
zum Mittelstürmer). Jeder hat seine und füllt sie aus, hoffentlich so,
dass die ganze (Familien-)Truppe gewinnt. Was wäre Fußball ohne
Aufstiegschance? Wie hatten sich die Fans des FC Erzgebirge Aue 2003
gefreut, als das Ziel 2. Liga endlich erreicht war?! „Itze sei mir a
miet dorrbei!“ , war da auf T-Shirts und Fahnen zu lesen. Ein Satz mit
Symbolwert: endlich am ersehnten Ziel ankommen, (ganz) oben dazugehören!
Das ist ein geradezu biblisches Motto.
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