Männerarbeit der Ev.-Luth.
Landeskirche Sachsens
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Ein Wochenende für Ehepaare

vom 16. - 18. November 2007 in Großrückerswalde



„Männerarbeit ist besonders auch Arbeit mit den Frauen, also mit unseren Ehepartnern.“ Diese Erleuchtung kam der Leitung der MÄNNERARBEIT für das Jahr 2006. Der ‚Berichterstatter’ hat dies auch bei den vormals absolvierten Veranstaltungen als ein Manko empfunden, dass bei den „Männertreffs“ Partnerprobleme zwar mit im Mittelpunkt standen, aber ohne die Bezugsgruppe diskutiert wurden.

Nun konnten wir 2007 erleben, wie „fruchtbar“ eine gemeinsame Freizeit sein kann. Vom 16. bis 18. November trafen sich 13 Ehepaare aus fast allen Regionen Sachsens in der Pension „Altes Gut“ in Großrückerswalde. Trotz großer Altersspanne der Teilnehmenden (ca. 40 Jahre) eine gute Gemeinschaft mit offensichtlich gleichen offenen Fragen und Zielen und gleicher Basis. Die Fäden hatten Marlies und Karsten Schriever in der Hand, sie wurden von dem mit großer Erfahrung ans Werk gehenden Ehepaar Ingrid und Frieder Schirrmeister unterstützt. Das Ambiente im „Alten Gut“ trug nicht unerheblich zum Wohlfühlen und Gelingen an diesem Wochenende bei. Wegen unerwartet zahlreicher Anmeldungen mussten einige Ehepaare als „Außenschläfer“ in benachbarte Pensionen.

Am Freitag in der Vorstellungsrunde ließen wir unseren Ehe-Baum wachsen, „ritzten“ unsere Namen in den Stamm und ließen die Früchte reifen. Die folgenden Tage begannen mit Morgenandacht und Gebet zum Start mit Gott, Aufmuntern und Aufwachen. Die nutzbringende theoretische Basis und die nicht immer leicht umsetzbare praktische Arbeit wurde in den Kapiteln Persönlichkeit und Kommunikation be- und erleuchtet.

Ein Höhepunkt besonderer Art war der kreative festliche Samstagabend. Nach einem kulinarischen Genuss, zubereitet von der hauseigenen Köchin, wurden breit gefächerte kulturelle Beiträge von allen Teilnehmern geboten. Puppenspiel, Sketche, Quiz und ein eigens für uns geschriebenes Chorlied brachten locker, aber nicht weniger einprägsam, unsere Ehe-Fragen zum Ausdruck.

Die Ehekonflikte und Möglichkeiten ihrer Bewältigung waren das Thema des Sonntagvormittags. Es schloss sich eine Knie-an-Knie- und Auge-in-Auge-Runde der Teilnehmerpaare an, und wir durften uns von Schirrmeisters und Schrievers begleitet wissen. Eine in ganz unkonventioneller aber festlicher Art gehaltene Abendmahlsfeier bildete den geistlichen Abschluss. Nach dem Sonntagsmahl sagten alle in einer Abschiedsrunde einander „Tschüss“.

Der Leitung, aber auch allen Teilnehmern ist herzlich zu danken für dieses gehaltvolle Wochenende in einer Atmosphäre zum Wohlfühlen und Segen zu wünschen für die Fortführung der Arbeit und bei der Umsetzung des Vermittelten.

 

Sephie und Reiner Hofmann

 



Rüstzeitlied – Ehewochenende in Großrückerswalde 16. – 18. 11. 07

Text: Stephan Irrgang
Melodie: Wie lieblich ist der Maien EG 501

1. Es gab mal 13 Paare, die waren unterwegs.
Die Ehe ist das Wahre, sie zu sich sagten stets.
Warum nicht mal versuchen, auf uns zu zweit zu schau’n?
Lasst uns die Rüstzeit buchen, das wird schon nichts versau’n.

2. Ziel war Großrückerswalde im Erzgebirgesland.
Gespräche gab’s sehr balde, über’n heil’gen Ehestand.
Doch wenn man’s recht betrachtet, dann kommt recht schnell heraus:
Wenn ihr den andern achtet, entsteht ein festes Haus.

3. Und kommt dann mal ein Beben und erschüttert euren Bau,
wie’s häufig ist im Leben dann bleibet Mann und Frau!
Und flieht nicht gleich zur Mutter, wenn’s euch auch schwere fällt.
Es bleibt alles in Butter, wenn er zur ihr (Frau) fest hält.

4. Die Kinderlein, die Süßen, die sind zum Glück nicht hier.
So können wir genießen einander, Speis und Bier.
Sie kosten Kraft und Nerven, doch haben wir gewählt,
das Handtuch nicht zu werfen: Gemeinsamkeit, die stählt.

5. Das Reden sei besungen, es klebt und hilft und heilt.
So mache tiefe Wunde und wer dann noch verleitet
das rechte Ohr dem Liebsten zu hören seine Not.
Dann kann uns auch nichts trennen, ganz Grün ist’s und nicht Rot.

6. Doch über allem Reden zu zweit noch einer steht.
Der hat uns unser Leben und uns Zwei so erwählt.
Und uns manch Kraft gegeben gemeinsam durchzustehn.
Er gibt uns seinen Segen, wenn wir nach Hause gehn.

 


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