Männerarbeit der Ev.-Luth.
Landeskirche Sachsens
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DER SONNTAG (Nr. 39) am 30. September 07; 
Bilder von Dietmar Günther, Männerstammtisch Limbach-Oberfrohna

MANN GLAUBT

Tag der Männer: Die sächsische Männerarbeit lud zum Austausch nach Flöha

Am vergangenen Sonnabend kamen rund 450 Männer nach Flöha, um nach dem Glauben in ihrem Leben zu fragen.

von Stefan Seidel
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ieser Männertag erfüllte kein Klischee. Weder Bier noch Fußball noch Kraftmeierei spielten eine Rolle. Stattdessen wurde im Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium gesungenund gebetet, geredet und gedacht. »Es ist wichtig, dass Männer das rauslassen, was in ihnen ist«, sagte der Leiter der sächsischen Männerarbeit, Thomas Lieberwirth. Dafür wolle er einen geschützten Raum schaffen.

 

In den Gemeinden seien es oft nur die Frauen, die das Bild prägten, stellte Wolfgang Denecke aus Niederlungwitz fest. Für ihn ist es wichtig, einmal Männergemeinschaft zu erleben. »Die zwölf Jünger waren doch auch nur Männer«, meinte er. »Unser Anliegen ist es, dass Männer miteinander reden«, sagte Lieberwirth. Deshalb gab es am Vormittag 21 Seminare zur Auswahl, in denen sich kleine Gruppen trafen. In seinem Seminar ging es um die Glaubwürdigkeit der Männer. Diese beziehe sich nicht nur auf das christliche Zeugnis. »Glaubwürdig muss der ganze Kerl sein«, betonte Lieberwirth.

»Wie finde ich in all der Hektik und den Herausforderungen des Alltags Ruhe?«, fragte Falk Pribul in seinem Seminar. Der Pfarrer im Ruhestand aus Schneeberg ist überzeugt, dass man Stille aktiv gestalten und darin Kraft erfahren kann. Selbstbesinnung und Meditation seien erlernbar, so Pribul. Dazu gehöre ein bewusster Umgang mit den Gedanken. Viele schlechte Gedanken hielten uns oft von einer Einkehr ab. Er rät dazu, die schlechten Gedanken zuzulassen, aufzuschreiben und wegzulegen. So könnten sie weiterziehen und man werde bereit für die Stille. »Dieses innere Leerwerden ist nötig, damit Gott reden kann«, erklärte Pribul.

Der 13-jährige Erik Seidel aus Königswalde war mit seinem Vater nach Flöha gekommen. Er drehte am Vormittag mit Gleichaltrigen einen Film über den Glauben in Flöha. »Es ist schön, dass wir als Christen hier zusammen sind«, sagte Erik.

 Bei der Podiumsrunde über die Glaubenswege verschiedener Männer am Nachmittag standen die Bekehrungserlebnisse im Vordergrund. Aber auch die Beziehungen des Vaters zum Sohn und umgekehrt spielten eine Rolle. »Wenn Johannes mit Sorgen zu mir kommt, bringen wir dies gemeinsam im Gebet vor Gott«, erzählte Gottfried Kurz über die Glaubensgemeinschaft mit seinem Sohn. Und Hans-Christian Köhnke riet allen Vätern: »Gerade in der Teenagerzeit ist es wichtig, sich mit den Jungs zusammenzusetzen und an den Fragen nach dem Sinn dranzubleiben. « Dafür gab es großen Applaus.

 Zwischendurch spielte eine christliche Band »Befiehl du deine Wege« als Rockversion – Männer dürfen auch mal hart sein. Auch Landesbischof Jochen Bohl war in Flöha. In seiner Ansprache problematisierte er das Verschwinden der Väter aus den Familien und Beziehungen. Dadurch fehlten wichtige Bezugspersonen für die Söhne. Christen dagegen seien verantwortlich und verlässlich. »Wir bekennen, dass die Ehe eine gute Gabe Gottes ist, die unser Leben trägt.«

 »Danke!«, schrieb Steffen Klotz aus Schellenberg am Ende an die Tafel, an der die Teilnehmer ihre Eindrücke hinterlassen konnten. Er hatte einen früheren Jugendwart wiedergetroffen. »Da kommt das, was ganz tief unten liegt, wieder hoch, etwas ganz Positives.«

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion DER SONNTAG

 


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