Männerarbeit der Ev.-Luth.
Landeskirche Sachsens
   

Liebe Männer,

Jesus Christus spricht: 
Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.
Lukas 22,32

alles hat ein Ende - auch der Glaube. Fragt sich nur, welcher? Also woran glaubt [ein] man[n]? Die Antworten können so verschieden ausfallen wie Männer es sind. Einer glaubt an seine Kraft, ein anderer an die Unwiderstehlichkeit seiner Ausstrahlung. Mancher glaubt an das Wachstum der Wirtschaft, der nächste an die Heilkunst der Ärzte. Wer glaubt [noch?] an sich selbst, und wie viele glauben gar nichts mehr? Glauben ist - im wahrsten Sinne des Wortes - Vertrauenssache. Nur: worauf ist Verlass? Die Lebenserfahrung lehrt, dass der Glaube abhanden kommen, Vertrauen enttäuscht werden kann. Das ist besonders schmerzhaft in Beziehungen.
Jesus weiß das. Offensichtlich kann einem selbst das so wichtige Grund-Vertrauen des Lebens ausgehen. „Ich glaube überhaupt nichts mehr.“ - so lautet das hoffnungslose Bekenntnis vieler Zeitgenossen. Dagegen sind auch glaubensstarke Typen nicht immun. Wer kennt nicht die unterschiedlichsten Zweifel in seinem Leben? Wohl dem, der einen kennt, der ihm da zur Seite steht, den letzten Funken Vertrauen nicht einfach ausbläst, sondern neu entzündet. Dann kann schon in einer [ver-]zweifelnd klingenden Frage neue Hoffnung, neuer Glaube zum Ausdruck kommen.
So jedenfalls war es bei Petrus, als er sein denkwürdiges Mitarbeitergespräch mit Jesus erlebt. Anlass dafür waren Rangstreitigkeiten zwischen den verschiedenen Männer-Freunden Jesu. Und genau da setzt JESUS an mit seinem Zuspruch: was noch nicht mal richtig begonnen hat soll auf jeden Fall Bestand haben - Dein Glaube! Nicht irgendeiner - ER GLAUBT AN DICH! Mann, das ist die richtige Vertrauensbasis! Das baut auf. Und deswegen steckt in der Frage des Jahresthemas der Männerarbeit

„HERR, wohin sollen wir gehn?“ - Was Männern Sinn gibt

schon die Richtung für die Antwort drin. Eben dieser Petrus formuliert sie auch als Frage, aber es ist zugleich [s]ein Bekenntnis. Und wie lautet Deins?
Es ist ganz im Sinne der MÄNNERARBEIT, wenn sowohl diese Botschaft als auch dieses Programm anderen, vor allem jüngeren Männern - wo auch immer - weitergegeben wird!
Im Namen aller Mitarbeiter der MÄNNERARBEIT wünsche ich allen Gottes Segen für 2005. Gott befohlen und herzliche Grüße

Euer
Thomas Lieberwirth

 


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