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Das kommt in den besten Familien vor
> Familien-Rüstzeit der Männerarbeit in Altenau / Oberharz < Das ist so was wie ein „Schlüssel-(Loch)-Erlebnis“: mit 28 Erwachsenen und 30 Kindern mal eine alte prominente Familie genauer zu betrachten und den Erzählungen aus dem Nähkästchen der Familie Isaak mit seinen beiden Söhnen Esau und Jakob zu lauschen. Das sah überhaupt nicht toll aus bei Familie Isaak: verwöhnte Lieblingssöhne, zerbrochenes Vertrauen zwischen den Eltern, Streit zwischen den Brüdern, Kampf ums Erbe mit allen Mitteln, Rachegedanken, Flucht und Trennung der Familie. Allerdings ist bei diesen Stichworten so ein Thema durchaus verfänglich und gar nicht werbewirksam - schließlich wollen doch alle wenn schon nicht „beste“ so doch wenigsten „gute“ Familien sein! Gott sei Dank geht die Sache wirklich gut aus, denn zum Schluss geschieht Gottes Zuspruch und die Versöhnung der beiden Brüder. Das ist bis heute nicht selbstverständlich, fordert Mut und Einsatz von allen Seiten. Es ging also um die ‚Beziehungskisten’ in Familie und Ehe. So wurde die manchmal so leicht dahin gesagte Redensart“ aufgenommen und bei den Bibel- und Abendgesprächen über die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, Frau und Mann nachgedacht und gesprochen. In drei verschiedenen Altersgruppen nahmen die Kinder vormittags die gleiche alte Familiengeschichte aus ihrer Sicht unter die Lupe. Und am Abend trafen sich die Gruppen um gemeinsam zu spielen. Die Kleinen hörten eine ‚Gutenachtgeschichte’. Wie sehr es den Kindern und Teenegern Spaß gemacht hat, ist an den kleinen Erinnerungen zu erkennen, die noch heute im Zimmer der eigenen Kinder hängen. „Bibel - Baden - Ein Höhepunkt war die „Familienolympiade“ für groß und klein. War es eine Gebetserhörung oder nur zufällig - das blaue Loch in den Wolken? Jedenfalls war es einer der beiden sonnigen Nachmittage, die uns zur Verfügung standen. Für die Kinder und Eltern in den Mannschaften gab es spannende Herausforderungen zu bestehen: Eine Seeüberquerung auf Krokodilrücken, ein echtes Wildwasser musste am Seil überwunden werden, mit einem Schwamm war Wasser zu transportieren, ein Riesenspinnennetz galt es ohne Berührung zu überwinden, die ganz Familie musste auf zwei Getränkekästen platz nehmen - sie war buchstäblich „reif für die Insel“!. Und just als die ‚Aufräumer’ unser Heim betraten, fiel der Regen wieder in großen Tropfen vom Himmel. Die Gemeinschaft wertete das als ein Zeichen der großen Freundlichkeit Gottes, dankbar schauten alle auf den sonnigen Nachmittag zurück. Besonders beeindruckend war die Offenheit der Familien und die vielen Gespräche zwischendurch, vor allem aber am Abend. Der Abschlussgottesdienst, gewissermaßen der Höhepunkt unserer Geschichte, stellte ein besonderes Finale dar. Alle Familien mussten diese Geschichte mitspielen, Jakob, Esau, die Frauen Rahel und Lea und dazwischen jede Menge Kamele und Schafe ... Naja, von außen sah das ganze ziemlich chaotisch aus, aber als Jakob und Esau sich in den Armen lagen, hatten es alle begriffen: so wichtig ist Versöhnung. Eine Familie kann wieder gemeinsam anfangen miteinander zu leben! Zur nächsten Familien-Sommer-Rüstzeit geht es an ein lauschiges Plätzchen inmitten der Mecklenburger Seenplatte im Naturpark ‚Nossentiner-Schwinzer-Heide. Neu Sammit - ein ‚Mini-Dorf’, umrahmt von Wäldern an einem See mit eigenem Badestrand gelegen, ist 2005 das Ziel. Und die Sache mit dem Wetter? Lassen wir auf uns zu kommen - davon ist eine Familien-Rüstzeit erfahrungsgemäß nicht abhängig. Mehr dazu ist dem Programmheft 2005 der Männerarbeit zu entnehmen. Karsten Schriever |
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