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Männerarbeit der
Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens |
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Bibel - Berge
- Bahnbetrieb:
Freie Fahrt für
Lebenszüge |
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Männer-Rüstzeit
im Trekkingzug der Schweizer Südostbahn AG
vom 28. Juni - 5. Juli 2003
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Fahrplan
Glacier-Express
fahren kann (fast) jeder - da wird für die Passagiere alles erledigt.
Im Trekkingzug der schweizerischen Südostbahn (SOB) waren bei Küchen-
wie Stubendienst Zupacken und Mitmachen angesagt. Um es gleich vorweg
zunehmen: das Ergebnis der „männlichen Endreinigung“ nach dieser
Woche konnte sich sehen und das Urteil der SOB-Mitarbeiter darüber hören
lassen.
Vier Wagen bilden eine
ungewöhnliche, aber originelle Herkunft mit viel
Eisenbahnflair - die es nicht nur einschlägigen Fans angetan hat. Die
herrliche Landschaft der Schweiz und deren Sehenswürdigkeiten
buchstäblich waren zu „er-fahren“ - da fehlten weder Sessellift noch Sommerrodelbahn, weder Verkehrshaus Luzern noch der berühmte Berg „Pilatus“
mit der steilsten Zahnradbahn der Welt, weder Baden im Bergsee noch eine
die eigene Orientierung verwirrende Bahnfahrt auf der berühmten
Gotthard-Nordrampe mit all ihren Schleifen und Tunnel. Und gesungen und
gespielt wurde - weil das Männern Spaß macht!
Weichenstellung
Darum ging es buchstäblich in jeder
Bedeutung des Wortes. Faszinierend die Führung im räumlich kleinen, aber
computertechnisch großartigen Stellwerk
Rapperswil - zuständig für die
S-Bahn im östlichen Ballungsraum von Zürich. Wer behält bei 300
Zugfahrten am Tag den Überblick? Technik beherrschen - für Männer,
sowohl für die Eisenbahner als auch für die Zuhörer ein immer
faszinierendes Thema! Und zugleich ist es ein Sinnbild für das eigene
(Männer-) Leben: Wer behält dabei den Überblick - und wie? Nach welchem
Fahrplan läuft das Leben, wer stellt die Weichen in welche Richtung?
Psalm 139, einer der sechs Bibeltexte zum Thema „Ein Mann - Ein Wort“,
wurde dabei nicht nur männlichen Eisenbahnfreaks ganz anschaulich: „Erforsche
mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s
meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigen
Wege.“
Lokführer
Wie viele Jungen wollten nicht
irgendwann einmal genau das werden? Männerarbeit und die Schweizer Bahnen
machen es möglich. Nicht nur auf dem Fahrsimulator im Verkehrshaus
Luzern, sondern richtig moderne Elektro-Lokomotiven wie beispielsweise die
eines S-Bahn-Zugs durfte von den Rüstzeitteilnehmern probeweise gefahren
werden - unter Aufsicht eines erfahrenen Lokführers versteht sich. Da
glänzten Männeraugen, dem „Kind im Manne“ wurde ein Traum erfüllt.
Nicht immer klappt das auch so im „richtigen Leben“. In eisenbahnlosen
Zeiten wie denen, als Jeremia lebte, sprach der Prophet davon, wie der Ton
eben nicht den Töpfer fragen kann, was der aus ihm für ein Gefäß macht
(Jeremia 18, 1-6). Wie nahe diese Frage liegt - die Männer erhielten eine
besondere Ahnung davon: einer von ihnen musste wegen einer plötzlichen
schlimmen Diagnose seine Teilnahme kurz vor Reiseantritt absagen! Er wurde
„im Gebet mitgenommen“ im Zug des Lebens.
Speisewagen
Es ging den Männern gut, dafür haben sie selbst
gesorgt, weil alles besorgt war. Nicht immer gelingt das so: manchmal ist
schlichtweg das Geld dazu knapp. Einer - Vater von mehreren Kindern -
erzählte das auf dem Hintergrund des Bibelgesprächs zu Jesaja 55 (2),
wie es ist, wenn man kaum den Überziehungsrahmen des Kontos verlassen
kann. Es war keine Klage, es war vertrauensvoller Austausch, der für die
Männer-Gemeinschaft im Zug spricht. Wo kann man(n) sonst so offen reden?
Hier jedenfalls kamen nicht nur schmackhafte Speisen, sondern auch „Brot
und Wasser des Lebens“ auf den Tisch. Damit lässt sich die Reise
fortsetzen, wohin auch immer sie jeden einzelnen dieser Männer führen
Text und Fotos: Thomas Lieberwirth
Hinweis:
Weitere Informationen zum Thema "Trekkingzug - Das Rollende
Ferienhaus" gibt es auf der
Homepage der SOB >> mehr
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