Männerarbeit der Ev.-Luth.
Landeskirche Sachsens
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FAMILIEN-WINTER-RÜSTZEIT
11. - 17. Februar 2006 im EC-Freizeitenheim Johanngeorgenstadt /Erzgebirge



1,70 m Schneehöhe und Einer, der wie umgewandelt ist

Es herrscht Schneechaos über Deutschland, ich schaue noch mal ins Internet bei Johanngeorgenstadt: „Wegen starken Schneefalls und Schneeverwehungen bitten wir alle Tagesgäste, Johanngeorgenstadt zu meiden.“ Einige Straßen und die Bahnstrecke sind gesperrt.

Ich packe weiter in Ruhe meine Rüstzeitsachen einschließlich Schneeketten und Schaufel und bin gespannt, wie der nächste Tag wird. Wir fahren zur Familien-Rüstzeit nach Johanngeorgenstadt auf den Erzgebirgskamm. Eine Woche lang sind wir mit sieben Familien im gemütlichen EC-Heim der Landeskirchlichen Gemeinschaft zusammen. Die Fahrt am nächsten Tag verläuft entgegen aller Erwartungen sehr gut, nur das Haus ist wegen der hohen Schneeberge und verschneiten Schilder schlecht zu finden. Für die Kinder ist dieses Schneeparadies etwas Besonders, das hatten sie noch nie erlebt.

Das Programm ist von den Mitarbeitern gut vorbereitet und auf die zwei Kindergruppen zugeschnitten. Angeregt durch die biblische Betrachtung über Gideon kommen wir auf das Thema „Gott braucht keine Helden - aber wir brauchen IHN“

Mario Viertel, Familienvater, schreibt am letzten Rüstzeittag dazu:

Leider meine erst erste Rüstzeit

Ich hatte nie viel mit Gott, Bibel oder Kirche zu tun. Als ich aber vor elf Jahren meine Frau kennen lernte, wurde das anders. Ich fing an, in der Bibel zu lesen und machte mir darüber viele Gedanken. Ich begann zu beten und merkte vielleicht gar nicht, dass in mir Veränderungen vorgingen. Und nun wollten wir zu einer Rüstzeit fahren. Eine Woche sollte das Ganze dauern, und ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Was sind dort für Leute, werde ich mit denen klarkommen? Ich hatte Angst vor den im Programmheft angekündigten Bibelgesprächen, vor Fragen, die ich nicht beantworten kann und davor, vielleicht sogar als Außenseiter dazustehen.

Jetzt nach einer Woche denke ich: Schade dass die Zeit schon vorbei ist. Für mich sind es völlig neue Erfahrungen, die ich hier sammeln konnte. Mit den Leuten bin ich sehr schnell klargekommen und ich fühlte mich gegen meine Erwartungen von Anfang an wohl, was ich auch an meiner Frau und meinen Kindern feststellte. Meine Frau sagte “Du bist wie umgewandelt“ - und das am ersten Tag.

Das Bibelgespräch war überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil: Es weckte in mir neues Interesse.

Und was den Außenseiter betrifft, weiß ich jetzt, dass das nicht der Fall ist! In dem tollen Familienfilm “Im Rennstall ist das Zebra los“, den wir uns gemeinsam angesehen haben, sagte die Ziege zum Zebra einen wichtigen Satz über den Coach:

„Er ist der Boss und er vertraut dir, doch jetzt musst du ihm vertrauen.“

Genau diesen Satz habe ich mir gemerkt. Hätte ich diesen Satz vor der Rüstzeit gekannt, hätte ich auch gewusst was mich erwartet. Aber genau diese Erfahrung sollte ich erst hier machen, um Gott wieder ein Stück näher zu kommen. Ich bin schon auf den nächsten Satz gespannt, den ich auf meiner „zweiten“ Rüstzeit lernen werde.

Karsten Schriever, Männerarbeit - 22.2.2006

 

 


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